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Jan Peter Tripp

* 1945

Mit seinem fast altmeisterlichen Stil schafft Tripp in seinen Cranach-Interpretationen Bilder, die sehr nahe an denen des alten Meisters sind, sich aber durch feine Eingriffe verselbstständigen und als eigenständige Interpretation zu gelten haben. Wie bei Cranach bewundern wir in Tripps Bildern den zarten Schmelz der Farben, die feine Modellierung der Akte und die kecken Aussagen der dargestellten Figuren. Die leisen, intelligenten Veränderungen, die Tripp seinen Cranachs angedeihen lässt, bringen diese Arbeiten jedoch in den zeitgenössischen Kontext, weg von der Kopie, hin zur Interpretation aus den Augen des 21. Jahrhunderts. Die Darstellungen eines Rahmens als Trompe-l'oeil, die Mutation eines keuschen Cranach-Eva-Blicks in das konfrontationsfähige Selbstbewusstsein der heutigen Frau lassen die Bilder facettenreich und fesselnd werden.

Jan Peter TRipp, Lucretia
Jan Peter Tripp, Die Venus vom Sohn

1. Die Venus vom Sohn, 2015
Acryl, Seide, Holz
34 x 20 cm