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Willi Baumeister

1889 – 1955

Der künstlerische Ausdruck Willi Baumeisters in Gemälden, Zeichnungen, Druckgraphik und Bühnenbildern ist gekennzeichnet durch ständige fruchtbare und eigenständige Weiterentwicklung. Selbst unter scharfer Repression während dem Nationalsozialismus suchte und fand Willi Baumeister formal und thematisch neue, zukunftsgerichtete Lösungen. Willi Baumeister zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Klassischen Moderne. Früh fand sein Werk internationale Anerkennung.

Der Meisterschüler Adolf Hölzels war Mitbegründer der Üecht-Gruppe Stuttgart und Mitglied der Berliner Novembergruppe. In einer Gemeinschaftsausstellung mit Oskar Schlemmer und Kurt Schwitters im Jahr 1920 stellte er seine abstrakten Arbeiten in Dresden aus. Es folgten Ausstellungen in New York und Paris sowie die Ernennung zum Professor an der Städtischen Kunstgewerbeschule in Frankfurt am Main. Im Jahr 1933 wurde er von den nationalsozialistischen Machthabern fristlos aus diesem Amt entlassen. Seine Arbeiten wurden in der Ausstellung Entartete Kunst in München gezeigt, im Jahr 1941 erhielt er Mal- und Ausstellungsverbot. Nach Kriegsende wurde Willi Baumeister als Professor an die Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart berufen. In dieser Zeit entwarf er Bühnenbilder und wurde Mitbegründer der Gruppe der Gegendstandslosen. An der Biennale in Venedig nahm er zweimal teil. Außerdem wer er auf der ersten Documenta in Kassel vertreten. Das ungebrochene Interesse an seinem Werk spiegelt sich in zahlreichen internationalen Ausstellungen sowie einer umfangreichen kunsthistorischen Betrachtung und Forschung.

baumeister_willi_amenophis
baumeister_willi_magie_rupestre

1. Willi Baumeister, Magie Rupestre, 1953,
(Scheinrelief), Lithographie auf Bütten, signiert. Eines der 120 nummerierten und signierten Exemplare,
50,5 x 66 cm