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Max Ackermann

1887-1975

Ackermann (1887–1975) studierte 1906 an der Kunstschule in Weimar bei Henry van de Velde, ging dann aber nach München, wo er ab 1909 bei Franz von Stuck an der Akademie der Bildenden Künste studierte. 1912 ging er nach Stuttgart, wo er in den Schülerkreis von Adolf Hölzel eintrat, dessen Theorien ihn stark beeindruckten. Hier lernte er den Zugang zur abstrakten Malerei, die für ihn die absolute war. Unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg beherrschten veristische und sozialkritische Versuche sein Werk. Seine politische Sympathie galt vorerst dem Kommunismus. Zunehmend konzentrierte sich Ackermann auf die abstrakte Malerei und den Konstruktivismus bis hin zum Berufsverbot durch die Nationalsozialisten 1936. Aus der Staatsgalerie Stuttgart wurden seine Werke entfernt. Ein Bombenangriff zerstörte 1943 sein Atelier.
Nach dem Krieg erreichten er einen Aufschwung, und ab Kriegsende waren seine Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in ganz Deutschland zu sehen. Seine Bekanntheit und Popularität verdankt er nicht zuletzt seinem großen druckgrafischen Werk. Schon früh schuf Ackermann zahlreiche Radierungen, später vor allem Siebdrucke. Sein lyrischer und musikalischer Ansatz verleiht den Werken eine Leichtigkeit, die in der Abstraktion der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts seinesgleichen sucht.

Max Ackermann, Chromatische Kompositio
ackermann_max_stuttgart_gong_1949

1. Max Ackermann
Gong, 1949
Öl u. Tempera auf Karton, rücks. betitelt, signiert u. datiert
33 x 24,5 cm