Heidi Foerster - Neue Hinterglasbilder

ab 12. Mai 2024

Eröffnung Sonntag, 12. Mai, 11 bis 18 Uhr

Ausstellung in der Schönleinstraße 9

Eine wichtige Voraussetzung für ihre Kunst, sind die Lebensumstände, die sie sich, zusammen mit ihrem Mann, geschaffen hat. In einem kleinen Dorf in den „Cevennen“ bewohnen sie ein verwinkeltes Haus, mit alten Mauern, grünen Türen und blassblauen Fensterläden. Angrenzend der Garten mit Blumen und Pflanzen, üppig wachsend unter der südlichen Sonne. Die Zeit scheint stehengeblieben zu sein in diesem Dorf, es ist ein Ort ohne Tourismus. Der Lebensrhythmus wird bestimmt vom Gang der Sonne und vom Lauf der Jahreszeiten. Die Künstlerin ist eins geworden mit diesem bescheidenen dörflichen Paradies. Ihre Bilder wollen nicht revolutionieren und sie streben nicht nach avantgardis- tischer Stoßkraft.

Ihre Malerei passt in keine der herrschenden Kunstströmungen. Heidi Foerster ist ihren eigenen Weg gegangen und hat sich nicht an fremden Einflüssen oder gar Moden abgearbeitet. Es geht ihr um die Zwiesprache mit den Gewächsen ihres Gartens und seiner blühenden Naturszenerie. Ihre Fähigkeit, die an den Pflanzen manifest werdenden Wachstumsenergien zu erspüren und in Bilder umzusetzen, erklärt sicher auch die Frische und Zeitlosigkeit der Kunst der über Neunzigjährigen.

Was wir mit diesen Erklärungsversuchen mühsam formulieren, drückt Heidi Foerster ganz einfach aus. Sie sagt: “Auf einmal schaut mich die Blume an, sie führt mich dann, sie ist ganz oben und ich bin unten. Es geht durch einen durch – das bin nicht ich“. F.V.

Heidi Foerster
Hommage à ma dernière chatte, 2019
Hinterglasmalerie 72 x 58 cm

Juliklang, 2022
Hinterglasmalerei, 58 x 55 cm