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Andreas Grunert

* 1947

In den Darstellungen von Andreas Grunert fließen zarte Figuren und Gegenstände aus flächigen Bildgründen heraus und in diese hinein wie Geister realer Erscheinungen. Was im Bild mit den Gestalten geschieht, die traumwandlerisch haltlos schweben oder aus dem Nichts ins Bild schreiten, bleibt rätselhaft. Der Künstler schöpft aus seiner Intuition und tieferen Bewusstseinsebenen, dennoch sind alle Bildelemente stets so präzise gesetzt, dass sie ein fragiles, fein ausbalanciertes Gleichgewicht halten. Die Arbeiten bieten Anknüpfungspunkte an selbst Erlebtes oder Erträumtes. Unaufdringlich und leise regen sie zur Selbstreflexion an. Erraten und erschließen lassen sie sich nicht.

 

 

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1. Andreas Grunert, Opferblatt, 2012/2013
Tusche, Acryl auf Papier
14,5 x 12,5 cm