Aus wiederentdeckten Lagerbeständen und Neueingängen hatten wir für die Kunstmessen „LiberBerlin“ (Nov. 07) und „art Karlsruhe“ (Febr. 08) zwei interessante Themenausstellungen zusammengetragen. Es waren mehr Exponate als wir zeigen konnten und so ergibt sich Gelegenheit für eine vielseitige und abwechslungsreiche Acchrochage, zu der wir Sie herzlich einladen.
Die für Berlin zusammengestellte Auswahl, die nun zu großen Teilen in unserer Acchrochage zu sehen ist, war auf Berlin als Ausstellungsort abgestimmt und auf das traditionsreiche Zeughaus Unter den Linden als Ausstellungslokalität.
Vorgestellt werden verschiedene Aspekte deutscher (preußischer) Befindlichkeit: Die „Hurra-Stimmung“ vor dem ersten Weltkrieg mit Arbeiten u.a. von O. Bluhm, der blutige Realismus des Krieges mit Farbzeichnungen und Aquarellen von R. Bauer, O. Dix u. a. und die depressive Nachkriegszeit mit dem aufkommenden Nationalsozialismus mit Aquarellen von G. Grosz, B. Voigt u.a.
Eine ganz andere, geradezu lyrische Welt bietet das für die „art Karlsruhe“ erarbeitete Programm: Klassische Moderne mit W. Baumeister, O. Schlemmer, HAP Grieshaber, P. Picasso, G. Braque, J. Miró und daran zeitlich anschließend P. Dorazio, um nur wenige Namen herauszugreifen.
Sehr ins „Lokale“ wiederum gehen zwei spezielle Programmpunkte unserer Ausstellungsveranstaltung:
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Die Vorstellung des Buches von
Jörg Kurz „Die Gänsheide, Geschichte und Kultur“:
Es war immer schon auffällig, in welcher Konzentration kulturelle Einrichtungen aller Art auf der Gänsheide anzutreffen sind. Jörg Kurz hat dieses Phänomen untersucht und wird im Rahmen der Ausstellungseröffnung darüber berichten.
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Ein weiterer lokaler Bezug wird hergestellt durch die Straßenbahnbilder von Heidi Foerster:
Bis Dezember 2007 wurde die Gänsheide von einem Straßenbahntyp befahren, der zum Schluss Museumscharakter hatte. Es handelt sich um den legendären Typ GT4, der nahezu fünfzig Jahre das Stuttgarter Stadtbild prägte und nun auf der letzten verbliebenen Linie der Ablösung durch die moderne Stadtbahn harrte. Heidi Foerster hat ihn in ihren Hinterglasbildern phantasievoll ins Bild gesetzt (,was vorab sogar zu einem Museumsankauf führte).
Und wen es interessiert: Über den GT4 ist eine 388seitige, reich illustrierte Monographie unter dem Titel „Der gelbe Klassiker“ erschienen, die wir ebenfalls vorstellen.
Wir würden uns freuen, Sie und Ihre Freunde zur Ausstellungseröffnung am Freitag, dem 9. Mai 2008, um 19.00 Uhr
bei uns begrüßen zu dürfen. Ausstellungsdauer bis 31. Juli 2008.
Herzlich grüßt Sie
Ihre
Galerie Valentien
Stuttgart, im April 2008